


Mittwoch, 22. April 2026 • 19 Uhr • Neue Kirche
Unter diesem Titel hat Dr. Thomas Brechenmacher die Beziehung zwischen der Emderin Cilly Windmüller und dem späteren STERN-Gründer Henri Nannen nachgezeichnet. Cilly, eine Cousine Max Windmüllers, und Henri Nannen halten trotz der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten an ihrer Verbindung fest bis sie schließlich in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina emigriert.
Brechenmacher folgt Cilly Windmüllers Lebensweg bis in die Nachkriegszeit, in der sie wieder Kontakt mit Nannen hat, und rekonstruiert mit bisher unveröffentlichten Briefen ihr Leben und ihren Einfluss auf Henri Nannen.
Anlässlich des Jahrestages der Ermordung von Max Windmüller finden eine Lesung und ein Gespräch mit Dr. Thomas Brechenmacher statt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie statt und wird in Kooperation mit dem Max-Windmüller-Gymnasium und dem Bauverein Neue Kirche durchgeführt.
Eintritt frei
Sonntag, 27.4.2026 • 16 Uhr • Neue Kirche
Das Orchester „Tuut gut“ der Musischen Akademie unter der Leitung von Martin Dammert wird wieder ein Konzert in der Neuen Kirche spielen.
Sie werden zu hören sein am Sonntag, dem 27. April 2026 um 16 Uhr am Nachmittag.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.
Manchmal tut es gut, einfach miteinander ins Gespräch zu kommen – über das Leben, über Fragen des Glaubens und über das, was uns im Alltag bewegt.
Wir laden herzlich ein zu einem offenen Abend für Männer: ehrlich, respektvoll und in entspannter Atmosphäre.
Ein Abend für ehrlichen Austausch über Gott und die Welt.
Termine:
12.05., 09.06., 19:00 Uhr
in der Roten Mühle.
Freitag, 5.6.2026 • 15 Uhr • Neue Kirche
Eine bewährte Partnerschaft geht in die nächste Runde: Auch 2026 präsentieren die Gezeitenkonzerte und das Internationale Filmfest Emden-Norderney gemeinsam das beliebte Filmkomponistenporträt. In diesem Jahr darf sich das Publikum auf einen Gast freuen, der die deutsche Film- und Musiklandschaft der letzten Jahrzehnte geprägt hat wie kaum ein anderer: Helmut Zerlett.
Einem Millionenpublikum ist der Kölner Musiker vor allem als legendärer Musical Director und Sidekick der „Harald Schmidt Show“ (1995–2014) bekannt. Doch Zerletts musikalische Wurzeln und Erfolge reichen weit darüber hinaus. Bereits in den 1980er Jahren feierte er Charterfolge im Umfeld der Neuen Deutschen Welle, lernte im berühmten CAN-Studio und gilt als Mitbegründer des Ethno-Dancefloors. Über 20 Jahre lang stand er zudem an der Seite von Marius Müller-Westernhagen auf der Bühne.
Seit 1983 ist Zerlett als Film- und TV-Komponist eine feste Größe. Seine Filmografie liest sich wie das „Who is Who“ des deutschen Films: Von Kult-Komödien wie „Neues vom Wixxer“, „Der Vorname“, „Enkel für Anfänger“ bis hin zu aktuellen Produktionen wie „Faking Hitler“, „Der letzte Bulle“ oder dem aktuellsten Sönke Wortmann-Film „Die Ältern“ – Zerlett versteht es meisterhaft, Bildern den passenden Klang zu verleihen.
Im Werkstattgespräch mit Moderator Eike Ebbel Groenewold gewährt Zerlett tiefe Einblicke in sein Schaffen. Anhand zahlreicher Film- und Musikbeispiele gehen sie der Frage nach, wie die Symbiose aus Regie und Musik gelingt und welchen Herausforderungen sich Filmkomponisten stellen müssen. Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Nachmittag mit spannenden Hintergrundgeschichten und einem Helmut Zerlett, der natürlich auch live in die Tasten greifen wird.
Helmut Zerlett (Klavier & Keyboards)
Eike Ebbel Groenewold (Moderation)
Eintritt:
12 € (bestuhlt mit freier Platzwahl) • 6 € (ermäßigt*)
Freitag, 12.6.2026 • 19 Uhr • Neue Kirche
Auf Wunsch von Matthias Kirschnereit gibt es dieses Jahr bei den Gezeitenkonzerten ein kleines „Festival im Festival“: In drei Konzerten „Mozart 360°“ dreht sich alles um Mozart, den vielleicht bekanntesten und beliebtesten aller klassischen Komponisten.
Im ersten Teil erklingen ausgewählte Klavierwerke und Lieder, vorgetragen von der südafrikanischen Mezzosopranistin Megan Kahts und Florian Krumpöck am Klavier, der als Wiener dazu natürlich geradezu berufen ist. Vor allem jedoch soll es um die sogenannten „Bäsle-Briefe“ gehen. Mozart lernte seine Base Maria Anna Thekla Mozart kennen, als er im Oktober 1777 auf der Reise nach Paris in ihrer Heimatstadt Augsburg Station machte. Was sich dort genau zwischen den beiden jungen Leuten abspielte, bleibt Spekulation – jedenfalls aber scheinen sie ein recht pikantes Verhältnis zueinander aufgebaut zu haben. Davon zeugen die ziemlich frivolen und auch albernen Briefe, die Mozart seinem „Bäsle-Häsle“ fortan schrieb. Lange Zeit wurden die Briefe eher verheimlicht, und hätte Mozarts spätere Witwe Constanze sie in die Hände bekommen, hätte sie sie mit Sicherheit vernichtet, so wie sie es auch mit vielen anderen privaten Briefen getan hat. Denn die ziemlich derben Schilderungen etwa seiner Verdauungsfunktionen passen natürlich so gar nicht zu dem Bild eines erhabenen Tonschöpfers, das man insbesondere im 19. Jahrhundert gerne gemalt hat. Doch dieses Bild hat sich spätestens mit dem Film „Amadeus“ gründlich gewandelt. Und auch die „Bäsle-Briefe“ sind sehr viel bekannter geworden, seit Klaus Maria Brandauer sie vor 20 Jahren gelesen und auf CD veröffentlicht hat. Beim Konzert in Emden ist für die Rezitation der Briefe der renommierte österreichische Schauspieler Daniel Keberle zuständig, ein gebürtiger Wiener, der sowohl im Theater als auch seit Mitte der 90er Jahre in Filmen und Serien auftritt.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Ein Wort-Musik-Programm mit Mozarts „Bäsle-Briefen“ sowie ausgewählten Klavierwerken & Liedern
Daniel Keberle (Rezitation)
Megan Kahts (Mezzosopran)
Florian Krumpöck (Klavier)
Eintritt:
45 € | 35 € | 25 € | 20 € (sichtbehindert) • 6 € (ermäßigt*)
Samstag, 13.6.2026 • 11 Uhr • Neue Kirche
Der zweite Teil des Schwerpunkts „Mozart 360°“ steht unter dem Motto „Vom Dunkel zum Licht“ und lässt auf zwei Werke in düsterem d-Moll das späte Klarinettenquintett in A-Dur folgen. Matthias Kirschnereit hat sich dazu Mitglieder der Gezeiten-Familie eingeladen: den Klarinettisten Norbert Kaiser und das Minguet Quartett.
Constanze Mozart soll ihrem zweiten Ehemann Nikolaus von Nissen über das Streichquartett d-Moll KV 421 berichtet haben, Mozart habe es geschrieben, während sie mit ihrem ersten Kind schwanger war, ja sogar während der Geburt des Knaben Raimund Leopold. Das Werk ist Joseph Haydn gewidmet, Mozarts wichtigem Vorbild. Mozarts Fantasie d-Moll KV 397 ist ein Fragment, Mozart hat sie entweder nicht vollendet oder der Schluss ging verloren. Es gibt Überlegungen, denen zufolge die Fantasie eine Einleitung für ein anderes Stück sein sollte, möglicherweise für eine Fuge, doch das ist einigermaßen spekulativ. Nicht bekannt ist, wer die Fantasie mit zehn hinzugefügten Takten in eine spielbare Form brachte. In Betracht kommen entweder Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayr, ein Leipziger Thomaskantor namens August Eberhard Müller oder Mozarts Freund, der Klarinettist Anton Stadler, für den auch das Quintett A-Dur KV 581 entstand, sozusagen die kammermusikalische Schwester seines Klarinettenkonzerts. Es gilt als erstes Klarinettenquintett der Musikgeschichte und als eines der besten Kammermusikwerke Mozarts. Auffällig ist die innige, zuweilen melancholische, mitunter geradezu verklärte Wirkung der Musik, die irgendwie sanft zu leuchten scheint.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Fantasie d-Moll KV 397
Quartett d-Moll für zwei Violinen, Viola und Violoncello KV 421
Quintett A-Dur für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello KV 581
Norbert Kaiser (Klarinette)
Matthias Kirschnereit (Klavier)
Eintritt:
45 € | 35 € | 25 € | 20 € (sichtbehindert) • 6 € (ermäßigt*)
Samstag, 13.6.2026 • 17 Uhr • Neue Kirche
Zum Abschluss der kleinen Mozart-Reihe gibt es einen „Mozart-Kehraus“, bei dem sich zu Norbert Kaiser, Matthias • und dem Minguet Quartett noch der Bassbariton Stephan Storck und Glasharfenistin Susanne Würmell hinzugesellen, um ein sehr facettenreiches Programm zu präsentieren.
Mindestens zwei Aspekte fallen beim „Kegelstatt-Trio“ sofort ins Auge: Der Name sowie die Besetzung mit Klavier, Klarinette und Viola. Beides ist aber schnell erklärt. Die Legende besagt, Mozart habe das Werk während eines Kegelabends geschrieben, daher der Name. Und in der Besetzung spiegelt sich Mozarts Wiener Freundeskreis, denn er musizierte gerne mit der Pianistin Franziska von Jacquin und dem Klarinettisten Anton Stadler, und er selbst spielte in diesem Fall eben die Bratsche. Diese eigentlich zufällige Besetzung hat sich als ausgesprochen reizvoll erwiesen und wurde später etwa von Robert Schumann oder Max Bruch aufgegriffen. Das Adagio und Rondo für Glasharfe (eigentlich für Glasharmonika, Flöte, Oboe, Viola und Cello) ist ein faszinierendes Beispiel für Mozarts Experimentierfreude mit ungewöhnlichen Instrumenten. Die Glasharfe erzeugt einen ätherischen Klang, der in diesem Adagio und Rondo besonders zur Geltung kommt. In Mozarts Klavierkonzerten sind häufig die Holzbläser besonders wichtig. Die sorgfältig gesetzten Orchesterpartituren gehören sogar zu den Eigenheiten, die ihn besonders vor seinen Zeitgenossen auszeichnen, denn das Klavierkonzert diente damals in erster Linie dazu, den Solisten – meistens der Komponist selbst – glänzen zu lassen, ein sorgsam ausgearbeiteter Orchestersatz war dazu nicht erforderlich. Mozarts Konzert A-Dur für Klavier und Orchester KV 414 entstand 1782, also zu Beginn seiner Wiener Zeit, kann allerdings auch in reiner Streicherbesetzung mit guter Wirkung gespielt werden. Ergänzt wird das Programm durch einige ausgewählte Lieder und Arien, so dass ein reizvoll vielschichtiges Bild von Mozart entsteht.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Trio Es-Dur für Klavier, Klarinette und Viola KV 498 „Kegelstatt-Trio“
Ausgewählte Lieder und Arien
Adagio und Rondo für Glasharfe KV 617a
Konzert Nr. 12 A-Dur für Klavier und Orchester KV 414
(Fassung für Klavier und Streichquartett)
Stephan Storck (Bassbariton)
Norbert Kaiser (Klarinette)
Susanne Würmell (Glasharfe)
Matthias Kirschnereit (Klavier)
Eintritt:
45 € | 35 € | 25 € | 20 € (sichtbehindert) • 6 € (ermäßigt*)
Freitag, 21. August 2026 • 20:00 Uhr • Neue Kirche
Wolfgang Amadeus Mozart
Adagio und Fuge c-Moll KV 546
Johannes Brahms Streichquartett c-Moll op. 51 Nr. 1
Johannes Brahms Klavierquintett f-Moll op. 34
// Pavol Varga Violine
// Katarina Veselská Violine
// Loredana Apetrei Viola
// Loukia Loulaki Violoncello
// Iwan König Klavier
Das 2007 gegründete Varga Quartett gehört zu den führenden jungen Kammermusik-Ensembles Wiens. Mit seinen eindrucksvollen Auftritten beim Musikalischen Sommer in den letzten drei Jahren begeisterte es das Festivalpublikum und hinterließ mit virtuoser Brillanz und einer unverwechselbaren interpretatorischen Tiefe bleibenden Eindruck.
Eintritt: 45€ • 35€ // Kinder. / Schüler:innen: 6€
Sonntag, 20. September 2026 •17:00 Uhr • Neue Kirche
Frederic Chopin
Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35
Edvard Grieg
Klaviersonate e-Moll op. 7
Modest Mussorgsky
„Bilder einer Ausstellung“
Iwan König ist bekannt für sein überaus einfühlsames und dramatisches Spiel, das unter die Haut geht. Bei dem von seinen Eltern 1983 gegründeten Musikalischen Sommer in Ostfriesland war er von Anfang an als Musiker dabei – und in der Folge in jedem Jahr zu hören.
Das Konzertprogramm vereint drei eindrucksvolle Werke der Klavierliteratur, die jeweils auf ihre eigene Weise musikalische Geschichten erzählen und emotionale Tiefen ausloten.
Konzert: 45 € | 35 € | 25 €
Kinder / Schüler*innen: 6 €
Im Rahmen der „Offenen Kirche“ hatte Gemeindemitglied Hans Barghoorn vor einigen Jahren für die Kirchenöffner ein rotes Ringbuch angelegt, in das er Fotokopien von alten Bildern und Texten abgeheftet hatte. Dieses Ringbuch lag in den Sommermonaten in der Kirche aus. Die Kirchenöffner nahmen es gerne zur Hand, um Gästen zu zeigen, wie die Kirche früher ausgesehen hat: vor dem Krieg, vor der Zerstörung und auch vor der Renovierung.
Leider ist die Mappe dann irgendwann verschwunden. Bei der Vorbereitung zu der diesjährigen Aktion „Offene Kirche“ wurde erneut die Frage gestellt: Ist die Mappe von Hans Barghoorn eigentlich wieder aufgetaucht? Nein, ist sie leider nicht.
Daraufhin hat Christian Züchner aus dem Bildmaterial, das er in den vergangenen Jahren gesammelt hat, ein Fotobuch erstellt. Eine Sammlung von Bildern durch die Geschichte der Kirche, von den Anfängen bis heute. Pünktlich zur Eröffnung der „Offenen Kirche“ war das Fotobuch fertig und lag in der Kirche aus. Aber es ist ein Unikat und daher unverkäuflich.
Schon bald gab es Nachfragen. „Kann man davon nicht mehr machen? Ich möchte auch so ein Buch haben!“
Daher hat sich Christian Züchner erneut ans Werk gemacht und mit einem neuen Konzept das Kirchenöffner-Exemplar überarbeitet.
Das Buch startet in der heutigen Zeit, bietet eine Beschreibung der Kirche in Bildern mit kurzen Texten und geht dann in der Geschichte zurück: Über die Innenrenovierung, die Zeit der Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg, die Zerstörung, die Vorkriegszeit bis hin zu den Plänen des 16. Jahrhunderts. Aber auch die Neue Kirche in der Kunst und auf Karten wird beleuchtet. Insgesamt ist eine spannende Reise durch die 375-jährige Geschichte eines das Stadtbild prägenden Gebäudes entstanden.
Die Neue Kirche in Emden. Bilder aus der Geschichte, hrsg. von Christian Züchner, Hardcover 28 Seiten, 17,99 Euro.
Erhältlich nach dem Gottesdienst in der Neuen Kirche oder in der Bücherstube am Rathaus.
Ab sofort gibt es einen Newsletter mit Informatonen rund um die Neue Kirche, der monatlich erscheinen soll.
Mit ihm soll auf aktuelle Situationen, Veranstaltungen, Gottesdienste hingewiesen werden.

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